„Anthropozän – Wasserbankrott“

12. Mai 2026 goral

Liegebild-Skulkptur „Anthropozän – Wasserbankrott“

Vom 10. Mai bis 4. Juli 2026 zu sehen im KunstForumEifel im Rahmen der Ausstellung „Wasser“.
97 Prozent des gesamten Wassers auf der Erde ist Salzwasser. Von den verbleibenden 3 Prozent Süsswasser sind nur 0,014 Prozent leicht erreichbar. Im Jahr 2019 erklärte das Weltwirtschaftsforum die Wasserknappheit und ihre Auswirkungen als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts. Nachzulesen im „The Global Risks Report 2019“.  Im Januar sprechen die Vereinten Nationen im „Global Water Bankruptcy Report 2026“ von einem „Zeitalter des globalen Wasserbankrotts“. Der Direktor des Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit der Universität der Vereinten Nationen in Kanada, Kaveh Madani stellt fest, dass viele Regionen über ihre hydrologischen Verhältnisse lebten. Die Hälfte der Menschheit sind mindestens einen Monat im Jahr schwerer Wasserknappheit ausgesetzt und weltweit gingen die Gletscher seit 1970 um 30 Prozent zurück.
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Das Liegebild

Die Liegebild-Skulptur „Anthropozän – Wasserbankrott“ ist bunt und spielerisch angelegt. Besucherinnen und Besucher können sich darauf einschreiben. Das ist beabsichtigt. In der ersten Dimension führt uns die lockere Malweise die Sorglosigkeit im Umgang mit Wasser vor Augen. Wir wollen im Sommer baden, Trinkwasser ist immer ausreichend vorhanden und unsere Kühe stehen auf grünen Wiesen. Künstler:innen reinigen ihre Pinsel mit Farbresten, die Mikroplastik enthalten, im Waschbecken. Wenn die ersten Grundwasserschichten belastet sind, dann wird tiefer gebohrt.
In seiner zweiten Dimension zeigt die Liegebild-Skulptur die Auswirkungen des Rückgangs der Gletscher in den Alpen auf den Wasserhaushalt des Bodensees und des Rheins. Die Gletscher stabilisieren den Rheinpegel in den Sommermonaten durch den Zufluss ihres Schmelzwassers. Bereits in den Jahren 2018 und 2022 fiel der Rheinpegel dramatisch mit Auswirkungen für die Schifffahrt, die Ressource Trinkwasser etwa im Rheinland und die Tierwelt. Experten befürchten, dass diese Phasen länger und intensiver werden. Das Niedrigwasser 2018 und die Auswirkungen auf die Rheinschifffahrt führte in Gesamtdeutschland nach Berechnungen des IFW Kiel zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent.
Um eine Vorstellung zu erhalten, wie viel Trinkwasser die Menschheit benötigt, zieht die Liegebild-Skulptur den Vergleich zwischen Weltbevölkerung und der Empfehlung täglich rund 1,5 Liter Wasser zu sich zu nehmen. (Wobei dies mit Einschränkungen je nach Alter und Körpergewicht gilt.) Ausgehend von den 1,5 Litern würde die Wassermenge des Bodensees vier Tage ausreichen, um die Menschheit mit Trinkwasser zu versorgen.
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Die Ausstellung „Wasser“ im KunstForumEifel

Die Ausstellung wird vom 10. Mai bis 4. Juli 2026 im KunstForumEifel gezeigt. Rund 70 Künstlerinnen und Künstler beteiligen sich an der Themenausstellung. Das KunstForumEifel wählte als Jahresthema 2026 die vier Elemente – Urstoffe. Nach der Ausstellung „Feuer“ folgt nun der zweite Teil „Wasser“.
Die Öffnungszeiten
Freitag, Samstag, Sonntag jeweils 13 bis 18 Uhr
Auch nach Vereinbarung (Telefon 02445.911250 E-.M. Hermanns)
Eintritt: 2 Euro
Dreiborner Straße 22
53937 Schleiden
Mehr Informationen im Netz: www.kunstforumeifel-gemuend.de
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