Die Malerei "Anthropozän – Pyrozän" von Andi Goral aus dem Jahr 2026
Die Malerei "Anthropozän – Pyrozän" von Andi Goral aus dem Jahr 2026

„Anthropozän – Pyrozän“ von Andi Goral

Eine malerische Arbeit zum menschlichen Tun, Egoismus und Vergessen

Das schmale Hochformat mit dem Titel „Anthropozän – Pyrozän“ zeigt eine unwirkliche Landschaft. In den Himmel treiben Ruß, Asche und Rauchfahnen, so als brenne die darunterliegende Landschaft. Die im Bild dargestellte Landschaft brennt gar nicht mehr. Das Bild zeigt im unteren Drittel eine Landschaft nach einem Waldbrand. Die verkohlten Bäume sind angespitzte Bleistifte.

Thematischer Hintergrund
Der Mensch beeinflusst die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde, stellte Paul Crutzen fest. Der Niederländer und Nobelpreisträger prägte den Begriff des „Anthropozän“.

2000 schlugen Crutzen und Eugene F. Stoermer im „IGBP Newsletter 41“ die Verwendung dieses Begriffs für die aktuelle durch den Menschen geprägte geologische Epoche vor. Zu ihrem Ausgangspunkt schrieben sie: „Ein spezifischeres Datum für den Beginn des Anthropozäns festzulegen, erscheint uns irgendwie willkürlich, wir schlagen jedoch die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts vor, wenn wir uns auch im Klaren darüber sind, dass durchaus Alternativvorschläge gemacht werden könnten (manche mögen gar das gesamte Holozän einbeziehen). Wir wählen trotzdem dieses Datum, weil die globalen Effekte menschlicher Aktivitäten während der letzten beiden Jahrhunderte deutlich wahrnehmbar geworden sind. Während dieser Periode zeigen die Daten, die aus glazialen Eisbohrkernen gewonnen wurden, den Beginn einer Zunahme der atmosphärischen Konzentrationen mehrerer ‚Treibhausgase‘, insbesondere CO2 und CH4. Ein derartiges Anfangsdatum fällt auch zusammen mit der Einführung der Watt’schen Dampfmaschine im Jahre 1784.“

Am 12. Februar 2026 erklärte US-Präsident Donald Trump die sogenannte Gefährdungsfeststellung von 2009, laut der Treibhausgase eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, für die USA als ungültig.

Der World Wildlife Fund (WWF) führt einen „Feuerkompass“ als unvollständige Chronik brennender Landschaften und fragt ob das „Anthropozän“ nicht besser „Pyrozän“ heißen müsse. Der WWF bilanziert: „Allein im Jahr 2023 verbrannten weltweit etwa 26 Millionen Hektar Wald– eine Fläche, die etwa der Größe Neuseelands entspricht. Rund 8,8 Milliarden Tonnen CO₂ wurden dadurch freigesetzt, was mehr als das Fünfzehnfachen der jährlichen Emissionen Deutschlands ist.“ Zum Feuerkompass des WWF: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Wald/WWF-Feuerkompass-Ausser-Kontrolle.pdf

Quellen:
https://www.wwf.de/themen-projekte/waelder/waldbraende/waldbraende-weltweit
https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_J._Crutzen

Das Bild – technische Daten
Format: 25 x 168 cm (b x h); Tiefe: 20 cm
Technik: Eitempera und Öl auf Holzfaserplatte. Bemalte und angespitzte Bleistifte, die aus dem Bild ragen.
Entstehungsjahr: Februar 2026

Ausstellung „Feuer!?“
Das Werk ist derzeit noch bis zum 2. Mai 2026 im KunstForumEifel in Schleiden in der Ausstellung „Feuer!?“ zu sehen.

Die Öffnungszeiten sind Freitag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr
https://kunstforumeifel-gemuend.de/

Eifelmalerei: Eine winterliche Landschaft vor Ort gemalt von Andi Goral
Eifelmalerei: Eine winterliche Landschaft vor Ort gemalt von Andi Goral

Landschaftsmalerei in der Eifel mit und ohne KI

Nein, es ist keine gute Idee und extrem langweilig. Landschaftsmalerei oder Eifelmalerei im Jahr 2026 geht nicht damit, dass ein billiger Prompt für die sogenannte Künstliche Intelligenz (KI) geschrieben oder eingesprochen wird. Wenn Sie es dennoch tun wollen, es ist kinderleicht. „Male mir ein Bild einer Landschaft, die typisch für die Eifel ist“ und schon sampelt die KI Fotos, stellt eine illusionistische und inszenierte Landschaft zusammen und legt einen Filter Ölmalerei darüber. In der Regel wird ein See dabei sein, da Seen in der Eifel Maare heißen und für die Landschaft berühmt sind. Vorab: Die KI verfolgt eine künstlerische Strategie, wie sie die romantisierenden Eifelmaler des 19. Jahrhunderts auch schon einsetzten. Die einen mit Pinsel und Öl, die KI mit Pixeln. Dabei wirken die Romantik-Eifelmaler als Influencer für die KI des 21. Jahrhunderts. Das ist wirklich verrückt. Read more

Blick auf die Ölbilder, die bei der Ateliereröffnung von goralkunst am 21. September 2025 gezeigt wurden
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„ausgepackt“ – Goral zeichnet und malt präzise

Von Suzanne Wood

Weit mehr als 100 Kunstinteressierte machten sich auf den Weg nach Neuheilenbach und folgten der Einladung „ausgepackt – Ein Sonntag mit Kunst von Andi Goral“. Menschen von vor Ort, aus der Region und aus ganz Europa reisten in die Eifel: München, Wien, London oder Manchester. Sie erlebten eine Reise durch mehr als 30 Jahre Zeichnung, Malerei und Kalligrafie. Read more