Ein Luftballon. Ein Bleistift. Die Spitze des Bleistifts durchstößt die Hülle des Ballons. Ein Akt der gewalttätig ist. Der Luftballon ist seiner Funktion beraubt. Darunter der Schriftzug: Klima-Politik. Bewusst nicht zusammengeschrieben. Die Luft ist raus. Luft ist eines der vier Elemente. Nicht weil der Ballon nicht verknotet ist, sondern weil er bewusst zerstört wurde. Nicht mit einem Messer, einer Schere, sondern einem Bleistift. Symbolisch steht der Bleistift für Kreativität, Bildung oder Wissen. Die Luft ist raus, wider besseres Wissen.
Ein erwachsener Mensch atmet am Tag rund 23.000 mal. Je nach Aktivität und Alter. Ein und aus, ein und aus. Jede und Jeder.
Neben Sauerstoff finden sich in der Luft, die wir einatmen Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid. Wir atmen neben dem Sauerstoff somit Luftschadstoffe ein. Von der Lunge gelangen sie in unseren Blutkreislauf und werden so in unseren gesamten Körper transportiert. Wir können davon krank werden. Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Demenz und Krebs können die Folge sein.
Das Umweltbundesamt stellte 2023 fest, dass alleine der Verkehr für 37 Prozent der Stickoxidemissionen verantwortlich ist. Der Grund: fossil angetriebene Verbrenner. Auch beim Einsatz von biogenen Kraftstoffen oder E-Fuels werden Schadstoffe und Feinstoffemissionen freigesetzt. Anders bei der Elektromobilität. Diese sorgt neben Null Treibhausgasemissionen für bessere Luft, denn die E-Autos stoßen keine Schadstoffe aus.
Anstatt auf moderne Techniken zu setzen, die das Klima schützen und die Luft reinhalten, wird die aktuelle Klima-Politik von Politikerinnen und Politiker, Lobbyistinnen und Lobbyisten mit billigsten Polemiken in Richtung fossile Energieträger verschoben. Viele Menschen glauben deren Worte und Strategien und lehnen erneuerbare Energie oder E-Mobilität kategorisch ab.
Das Bild „Die Luft ist raus“ hinterfragt symbolisch die Argumente der Petrolheads. Zerstören wir mit unserer Bildung und Wissen nicht Luftballons, sondern lassen wir sie fliegen in eine sauberere und gute Zukunft.
Sesshafte bilden komplexe Strukturen und produzieren mit der Erde, auf der sie sich niederließen. Diese „Neolithische Revolution“ begann vor 12.000 Jahren. Heute in Zeiten des exponentiellen Wachstums hinterlassen beide Spuren. Die Grenzen des Wachstums sind erkannt und beiden bekannt. Lösungen liegen vor. Setzen Menschen sie um? Die Anführer der neuen Nomaden versprechen jetzt unendliche Ressourcen im Weltall und trommeln für ein Weiterziehen. Viele der Sesshaften pressen ihr Eigentum gierig aus. Beide, Nomaden und Sesshafte, hinterlassen ihre öligen Spuren in der Erde. Beide sehen und handeln nach dem Prinzip „Aus den Augen aus dem Sinn“.
Wir gehen aufrecht und schwärmen von unserer „Wonderful World“ mit blauem Himmel und roten Mohnblumen. Die Probleme unseres Handelns blenden wir vor so viel Schönheit aus. Die Malerei „Aus den Augen“ dreht diese Perspektive um 180 Grad und bringt die Erde auf Augenhöhe. Aber sie zeigt nicht einfach nur die auf den Bildträger aufgeklebte Erde aus der Eifel. In diese Eifelerde ist Alltagsmüll eingemalt: Ein rosafarbener Gummihandschuh, ein gebrauchtes Kondom, ein durchsichtiger Knotenbeutel, ein gelbes Zitronennetz, ein Coffee-to-go-Becher, eine graue Ein-Liter-Öldose sowie eine blaue Plastiktrinkflasche. Die abstrahiert gemalten Gegenstände werden in der Realität alle aus Erdöl hergestellt. Erdöl ist eine Ressource, die der Mensch der Erde entnimmt. In der vom Menschen vermüllten Erde wächst eine Karotte, die sinnbildhaft für unsere Lebensmittel steht und eine Mohnblume ragt ins weite Blau.





















