Eine malerische Arbeit zum menschlichen Tun, Egoismus und Vergessen
Das schmale Hochformat mit dem Titel „Anthropozän – Pyrozän“ zeigt eine unwirkliche Landschaft. In den Himmel treiben Ruß, Asche und Rauchfahnen, so als brenne die darunterliegende Landschaft. Die im Bild dargestellte Landschaft brennt gar nicht mehr. Das Bild zeigt im unteren Drittel eine Landschaft nach einem Waldbrand. Die verkohlten Bäume sind angespitzte Bleistifte.
Thematischer Hintergrund
Der Mensch beeinflusst die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde, stellte Paul Crutzen fest. Der Niederländer und Nobelpreisträger prägte den Begriff des „Anthropozän“.
2000 schlugen Crutzen und Eugene F. Stoermer im „IGBP Newsletter 41“ die Verwendung dieses Begriffs für die aktuelle durch den Menschen geprägte geologische Epoche vor. Zu ihrem Ausgangspunkt schrieben sie: „Ein spezifischeres Datum für den Beginn des Anthropozäns festzulegen, erscheint uns irgendwie willkürlich, wir schlagen jedoch die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts vor, wenn wir uns auch im Klaren darüber sind, dass durchaus Alternativvorschläge gemacht werden könnten (manche mögen gar das gesamte Holozän einbeziehen). Wir wählen trotzdem dieses Datum, weil die globalen Effekte menschlicher Aktivitäten während der letzten beiden Jahrhunderte deutlich wahrnehmbar geworden sind. Während dieser Periode zeigen die Daten, die aus glazialen Eisbohrkernen gewonnen wurden, den Beginn einer Zunahme der atmosphärischen Konzentrationen mehrerer ‚Treibhausgase‘, insbesondere CO2 und CH4. Ein derartiges Anfangsdatum fällt auch zusammen mit der Einführung der Watt’schen Dampfmaschine im Jahre 1784.“
Am 12. Februar 2026 erklärte US-Präsident Donald Trump die sogenannte Gefährdungsfeststellung von 2009, laut der Treibhausgase eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, für die USA als ungültig.
Der World Wildlife Fund (WWF) führt einen „Feuerkompass“ als unvollständige Chronik brennender Landschaften und fragt ob das „Anthropozän“ nicht besser „Pyrozän“ heißen müsse. Der WWF bilanziert: „Allein im Jahr 2023 verbrannten weltweit etwa 26 Millionen Hektar Wald– eine Fläche, die etwa der Größe Neuseelands entspricht. Rund 8,8 Milliarden Tonnen CO₂ wurden dadurch freigesetzt, was mehr als das Fünfzehnfachen der jährlichen Emissionen Deutschlands ist.“ Zum Feuerkompass des WWF: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Wald/WWF-Feuerkompass-Ausser-Kontrolle.pdf
Quellen:
https://www.wwf.de/themen-projekte/waelder/waldbraende/waldbraende-weltweit
https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_J._Crutzen
Das Bild – technische Daten
Format: 25 x 168 cm (b x h); Tiefe: 20 cm
Technik: Eitempera und Öl auf Holzfaserplatte. Bemalte und angespitzte Bleistifte, die aus dem Bild ragen.
Entstehungsjahr: Februar 2026
Ausstellung „Feuer!?“
Das Werk ist derzeit noch bis zum 2. Mai 2026 im KunstForumEifel in Schleiden in der Ausstellung „Feuer!?“ zu sehen.
Die Öffnungszeiten sind Freitag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr
https://kunstforumeifel-gemuend.de/





